Malcom McLean

  • Malcom McLean

    Malcom McLean

    Vater der Containerisierung
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    Vater der Containerisierung
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    Malcom McLean

    Vater der Containerisierung

Malcom McLean: Vater der Containerisierung

Malcom McLean (*1913 †2001) gilt als der „Vater der Containerisierung“. Seinem persönlichen Engagement und Kapital ist es zu verdanken, dass sich der Container als standardisierter Transportbehälter Mitte des 20. Jahrhunderts weltweit durchgesetzt hat. In die Logistics Hall of Fame wurde McLean im Jahr 2004 aufgenommen.

Bereich Transportlogistik, Seefracht
Geboren 1913 nahe Maxton, North Carolina
Gestorben 25. Mai 2001
Aufnahme in die Logistics Hall of Fame 2004

 

  • Vita

    1913 geboren als Sohn eines Farmers nahe der Stadt Maxton im US-amerikanischen North Carolina

    1934 Mit dem Kauf eines gebrauchten Lastwagens gründet er die Firma McLean Trucking und transportiert als Fahrer Erde und andere Materialien für die örtlichen Landwirte

    1937 McLean beobachtet die Verladung von Baumwolle und hat nach eigenen Angaben erstmals die Idee, Transportbehälter zu benutzen

    1955 McLean verkauft McLean Trucking mit seinen 1776 Lastwagen für sechs Millionen Dollar und kauft die Pan Atlantic Tanker Company mit einer Flotte von alten Öl-Tankern. Er beginnt Lastwagen samt Ladung auf Schiffe zu verladen

    1956 25. April, McLean lässt in Port Newark auf dem umgebauten Öltanker „Ideal X“ 58 Container verladen, die entlang der amerikanischen Ostküste nach Houston transportiert werden

    1957 McLean startet mit reinen Containerschiffen einen regulären Dienst zwischen New York, Florida und Texas

    1960 Umbenennung von Pan Atlantic in Sea-Land

    1969 McLean verkauft Sea-Land für 160 Millionen Dollar an den Tabak-Konzern R. J. Reynolds

    1991 McLean wird Chef der Trailer Bridge Inc., die sich auf Containertransporte zwischen den USA und Puerto Rico spezialisiert hat

    2001 McLean verstirbt (immer noch Chef von Trailer Bridge) am 25. Mai im Alter von 87 Jahren

    2004 Aufnahme in die Logistics Hall of Fame

  • Portrait

    Er wurde verlacht, beschimpft und bekämpft, doch der Siegeszug seiner Idee war nicht mehr aufzuhalten. Als am 15. Mai 1966 die MS „Fairland“ die ersten Container aus den USA im Bremer Überseehafen entlädt, bricht für Deutschland eine neue Zeit an. Der Container wird zum Motor der Globalisierung und revolutioniert die Weltwirtschaft. Hinter dieser einzigartigen Entwicklung steht ein Mann: Malcom McLean, Besitzer der MS Fairland und Gründer der Reederei Sea-Land. Er gilt weltweit als Vater der Containerisierung. 

    McLean ist Tankstellenpächter, als der gerade Volljährige in den 30ern in die Logistik einsteigt. Ein Kunde fragt, ob er einen Lastwagen samt Fahrer mieten könne. Der als Spielernatur bekannte Malcom denkt nicht lange nach, besorgt einen Truck und fährt los. Während McLean Trucking mit 1776 Lastwagen zur zweitgrößten Spedition in den USA aufsteigt, lässt ihn die Idee nicht los, den Lastwagen samt Ladung aufs Schiff zu stellen. Schon früh hatte McLean erkannt, dass es viel zu aufwändig ist, die Ladung Stück für Stück aus dem Lastwagen auszuladen, im Hafenschuppen einzulagern, neu zu verpacken und dann wieder aufs Schiff zu hieven, um im Zielhafen die ganze Prozedur wieder neu zu beginnen. 

    1937 hat er erstmals die Idee, Transportbehälter zu benutzen und fast 20 Jahre später lässt McLean in Port Newark auf dem umgebauten Öltanker „Ideal X“ 58 53-Fuß-Container nach Houston verladen. 1957 startet der erste Containerdienst zwischen New York, Florida und Texas. 

    Der Container ist nicht mehr aufzuhalten, obwohl Gewerkschaften, Reedereien und die Eisenbahngesellschaften nichts unversucht lassen, das Vorhaben zu stoppen. McLean ist das egal. Er hält nichts von maritimen Traditionen. „Für mich ist das Schiff nichts weiter als eine Zugmaschine“, soll der einstige Trucker aus North Carolina gesagt haben. McLean revolutioniert mit seiner Erfindung die Schifffahrt und Logistik wie kein anderer. Keine der dunklen Vorhersagen aus den 60ern trifft ein. Aus dem prognostizierten Hafensterben wird ein Hafenboom, aus dem Sargnagel für europäische Reeder eine Erfolgsgeschichte. 

    Das Geheimnis seines Erfolges bringt Thomas Greh, Autor, Produzent und Regisseur einer dreiteiligen arte-Dokumentation zum Container auf den Punkt: „Er war jemand, der davon überzeugt war, dass für jedes noch so komplizierte Problem eine einfache Lösung existiert.“ McLeans Einstellung: Make it simple und Menschen können nur außergewöhnliche Leistungen vollbringen, wenn ihnen die ganze Sache auch Spaß macht.

  • Verdienste

    • In der 50er Jahren des letzten Jahrhunderts führte er den Warentransport in Containern gegen den Willen der US-amerikanischen Gewerkschaften, Eisenbahnunternehmen, Reedereien und Regierungsstellen ein. McLean selbst berichtete, dass er schon 1937 als LKW-Fahrer, der die aufwändige Be- und Entladung von Baumwolle beobachtete, erstmals die Idee hatte, Transportbehälter zu benutzen und damit die Ladevorgänge zu vereinfachen.
    • Historiker vergleichen McLeans Containerisierung mit der Erfindung der Dampfschifffahrt und der Einführung von Stahlschiffen. Die Produktivität in der Logistikkette erhöhte sich enorm. Zum Be- oder Entladen von 10.000 Tonnen Stückgut benötigte ein konventionelles Frachtschiff 8 bis 10 Tage. Mit einem Containerschiff und einfachen Umschlaganlagen schaffte man diese Menge in Europa in 2 Tagen. Dadurch reduzierte sich der Personalbedarf für die Umladungen immens, und die Transportzeiten und Kosten verringerten sich durch die kürzeren Schiffsliegezeiten.
    • Der Container gilt heutzutage als wichtigster Transportbehälter weltweit. Schätzungsweise 95 Prozent des Welthandels erfolgt via Seecontainer.
    • McLean ist Gründer der weltweit ersten Containerreederei Sea-Land. Unter seiner Führung startete Sea-Land 1957 den ersten regelmäßigen Containerschiffsdienst zwischen der Ost- und Westküste der USA. 1966 erfolgte der erste transatlantische Containertransport nach Europa mit der Entladung des ersten Containers auf europäischem Boden in Rotterdam und auf deutschem Boden in Bremen. Sea-Land wurde 1999 von der dänischen Reederei-Gruppe A.P. Moller - Maersk gekauft und gehört heute als Maersk-Sealand mit 250 Containerschiffen und 800.000 Containern zu den weltweit führenden Containerreedereien.
    • Zeit seines Lebens wollte McLean Ideen umsetzen und Dinge verbessern.

Fotos: Maersk Sealand

Unterstützerkreis

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