James E. Casey

  • James E.  Casey

    James E. Casey

    Erfinder der Paketdienste und Gründer von UPS
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    James E. Casey

    Erfinder der Paketdienste und Gründer von UPS

James E. Casey: Erfinder der Paketdienste und Gründer von UPS

Der US-amerikanische Unternehmer James E. Casey ist der Erfinder der Paketdienste und Gründer von „American Messenger Company“, des ersten Paketdienstes der Welt und Vorläufer von United Parcel Service (UPS). 

Bereich Transportlogistik, KEP-Dienste
Land USA
Letzte Position Gründer und CEO des United Parcel Service (UPS), USA
Geboren 29. März 1888 in Pick Handle Gulch, Nevada, USA
Verstorben 6. Juni 1983, USA
Aufnahme in die Logistics Hall of Fame 2016, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Berlin, Deutschland
Laudatorin Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Berlin, Deutschland. Koordinatorin der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik, Berlin.

 

  • Vita

    Geboren am 29. März 1888 Nevada, USA

    1907 Gründung der American Messenger Company

    1919 Expansion des Unternehmens und Änderung des Firmennamens in United Parcel Service (UPS)

    19071983 President, CEO und Chairman UPS

    1948 Gründung der Annie E. Casey Foundation 

    Gestorben am 6. Juni 1983

  • Verdienste

    • James E. ("Jim") Casey wurde am 29. März 1888 in Pick Handle Gulch, Nevada, geboren. Als Jugendlicher jobbte er bei lokalen Zustelldiensten in Seattle im US-Bundesstaat Washington. Ein Freund lieh ihm 100 Dollar und Casey gründete am 28. August 1907 die „American Messenger Company“, einen Boten- und Zustelldienst in Seattle. Der „US Postal Service“, die amerikanische Post, wurde erst sechs Jahre später gegründet.
    • Mit seinem Bruder George betrieb er sein Geschäft von einem Keller aus. Auf Anfrage stellte die Firma in der Stadt Pakete, Dokumente, Gepäck und Essen aus Restaurants zu - zu Fuß oder mit dem Fahrrad, 24 Stunden am Tag. Kurz darauf schaffte Casey seinen ersten Zustellwagen an, einen knallroten Ford T. Erst ab 1917 wählte man die Farbe Braun als typisches Erkennungsmerkmal. 
    • Der Jungunternehmer konzentrierte sich auf die Paketzustellung für den Einzelhandel. 1913 schloss er sich mit einem Konkurrenten, Evert („Mac“) McCabe, zusammen und gründete die Firma „Merchants Parcel Delivery“. Die Fahrzeugflotte wuchs und die Firma entwickelte aus Kostengründen den Sammelladungszustelldienst – das Verladen von allen Paketen, die für die gleiche Gegend bestimmt sind, in ein Fahrzeug war deutlich effizienter.
    • 1919 verschickte die Firma zum ersten Mal Pakete auch außerhalb von Seattle und gab sich ihren heutigen Namen: „United Parcel Service“ – kurz UPS. „United", da es sich um einen Sammelladungszustelldienst handelte, und „Service", da laut Charlie Soderstrom, dem die Fahrzeugflotte der Firma unterstand. „Service alles ist, was wir zu bieten haben". Aus dem kleinen Betrieb mit einer Handvoll Kurieren wurde schnell ein landesweit und später weltweit bekanntes Unternehmen.
    • In den 70er Jahren gründete UPS Niederlassungen in immer mehr Ländern. Am 16. August 1976 eröffnete in Deutschland die erste Niederlassung außerhalb Amerikas – im Rheinpark-Center in Neuss – und war damit die direkte Konkurrenz zur damaligen Deutschen Bundespost, zu den Transportkonzernen Kühne + Nagel, Dachser und zu Schenker & Co. Erster Geschäftsführer von United Parcel Service in Deutschland war Detthold Aden.
    • 1988 wurde UPS, nach Genehmigung durch die US-Luftfahrtbehörde FAA, offiziell zu einer Luftverkehrsgesellschaft. Heute gehört sie zu den zehn größten Airlines der Welt. 
    • UPS betreibt heute ein internationales Netz für die Beförderung und Zustellung von Paketen und Dokumenten in mehr als 200 Ländern und Handelsgebieten. Unternehmenssitz ist Atlanta; die Europa-Zentrale befindet sich in Brüssel und die größte Niederlassung außerhalb der USA in Neuss. Zwar macht UPS den größten Teil seines Umsatzes immer noch mit dem Paketgeschäft, daneben hat das Unternehmen mittlerweile aber weitere Standbeine wie die Logistik, Finanzprodukte und -dienstleistungen. 
    • Ein großer Teil des schnellen Geschäftserfolges war eine Folge der strengen Grundsätze, die Casey von Anfang an aufstellte: Freundlichkeit gegenüber den Kunden, Zuverlässigkeit, 24-Stunden-Service, und er beharrte auf niedrigen Tarifen. Diese Grundsätze finden ihren Ausdruck in dem von Casey geprägten Werbespruch: „Bester Service zu niedrigsten Tarifen". Noch heute gilt in Sachen Verhaltensregeln fast militärischer Drill. So lernt jeder Fahrer sechs Wochen lang das UPS-Einmaleins, zum Beispiel, dass das Paket immer in die linke Hand und der Schlüssel an den rechten Daumen gehört. Auch für Büromitarbeiter gilt ein strenger Verhaltenskodex. Papierberge und Kaffeetassen sind am Arbeitsplatz tabu. 
    • Jim Casey engagierte sich gleichzeitig immer für seine Mitarbeiter. Er glaubte fest daran, dass die Mitarbeiter der Fels eines Unternehmens sind, auf dem der Erfolg basiert. So führte er den Grundsatz der Gleichbehandlung für Alle ein und stand stets für faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen ein. 1948 gründete er die Annie E. Casey Foundation für benachteiligte Kinder.
    • Jim Casey starb im Alter von 95 Jahren am 6. Juni 1983. Er nahm zeitlebens die Funktionen als President, CEO und als Chairman wahr.

 

Unterstützerkreis

  • Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
  • Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung
  • Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik
  • Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik
  • Bundesvereinigung Logistik
  • BUSINESS+LOGISTIC
  • CHEP
  • Deutscher Speditions- und Logistikverband
  • Deutsches Verkehrsforum
  • Gebrüder Weiss
  • Hafen Duisburg AG
  • Humbaur
  • International Road Transport Union
  • Internationale Föderation der Spediteur­organisationen
  • Lebensmittel Zeitung
  • LOGISTIK-Kurier
  • LT-manager
  • Panattoni Europe
  • PTV Group
  • STILL
  • trans aktuell
  • TRATON
  • Verband der Automobilindustrie
  • wuermser. communications