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Gottfried Schenker in Wien

Entscheidung 2010: Jury wählt Gottfried Schenker in die Logistics Hall of Fame

Gottfried Schenker, Erfinder des Bahn-Sammelgutverkehrs und Gründer des gleichnamigen Logistikdienstleisters, zieht postum in die Logistics Hall of Fame ein.

Er hatte erstmals die Idee, Kleinsendungen zu größeren Transporteinheiten zu bündeln und mithilfe mehrerer Verkehrsträger über weite Strecken zu befördern. Der gebürtige Schweizer gründete 1872 mit zwei Partnern die Spedition Schenker & Co. 1873 fertigte das Unternehmen auf der Linie Paris – Wien den ersten Bahn-Sammelgutwaggon ab. Geladen waren unter anderem Champagner, Cognac, Bordeaux-Weine, Modewaren und andere Luxusartikel für die Wiener k.u.k.-Gesellschaft.

Während die Hauptläufe vorwiegend auf der Schiene stattfanden, wurden die Hausabholungen und -zustellungen noch mit Pferdefuhrwerken durchgeführt. Daraus entwickelte sich ein preiswertes und schnelles Transportsystem, das die Stärken von Schiene, Straße und Wasserwegen nutzte.

In die logistische Ruhmeshalle werden Persönlichkeiten aufgenommen, die sich um die Weiterentwicklung von Logistik und Supply Chain Management außergewöhnlich verdient gemacht haben. Übergeben wird die Auszeichnung anlässlich einer Galaveranstaltung in Wien.

Ende des 19. Jahrhunderts war Schenker das einzige Unternehmen, das von London bis Istanbul durchgehend kalkulierte Tarife anbieten konnte. Das Prinzip „Von Haus zu Haus in einer Hand“ erwies sich als voller Erfolg, entsprechend schnell wuchs das Niederlassungsnetz. Die erste wurde 1874 in Budapest gegründet, es folgten Prag, Belgrad oder Istanbul. Noch zu Lebzeiten Gottfried Schenkers waren es 32 Niederlassungen in 13 europäischen Ländern. Heute ist das Unternehmen eine Tochter der Deutschen Bahn und bietet mit 91.000 Mitarbeitern an rund 2.000 Standorten weltweite Transport- und Logistikdienstleistungen.

Gottfried Schenker starb am 26. November 1901 in Wien und ist auf dem Heiligenstädter Friedhof in Wien beigesetzt.

Bisher wurden 14 verdiente Logistiker in die Ruhmeshalle aufgenommen. Darunter der Unternehmer und Logistikmäzen Klaus-Michael Kühne und die Kontraktlogistik-Pioniere Heinz Fiege und Hugo Fiege. Hanspeter Stabenau, Wegbereiter der deutschen Logistikbewegung und Gründer der Bundesvereinigung Logistik, hat einen Platz in der Ruhmeshalle, ebenso wie Reihe berühmter Professoren. Postum in die prominente Runde gewählt wurden der Organisator der Berliner Luftbrücke William Tunner, Eugene Clark, Erfinder des Gabelstaplers, Malcom McLean, Vater der Containerisierung, und der japanische Toyota-Manager Taiichi Ohno, Erfinder des Just-in-Time-Konzeptes. 

Die Ruhmeshalle ist jederzeit kostenlos unter www.logisticshalloffame.net zugänglich und bietet Informationen und Bilder über die logistischen Meilensteine und deren Macher. 

Unterstützerkreis

  • Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
  • Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung
  • Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik
  • Bundesverband Paket und Expresslogistik e. V. (BIEK)
  • Bundesverband Spedition und Logistik e. V. (DSLV)
  • Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik
  • Bundesvereinigung Logistik
  • BUSINESS+LOGISTIC
  • CHEP
  • comepack
  • Deutsches Verkehrsforum
  • GARBE Industrial Real Estate
  • Gebr. Heinemann SE & Co. KG
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  • Hafen Duisburg AG
  • Humbaur
  • impact media projects
  • International Road Transport Union
  • Internationale Föderation der Spediteur­organisationen
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  • PTV Group
  • Schnellecke Logistics
  • Seifert Logistics Group (SLG)
  • STILL
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  • trans aktuell
  • TRATON
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  • Verband der Automobilindustrie