Eugene Bradley Clark

  • Eugene Bradley Clark

    Eugene Bradley Clark

    Erfinder des Gabelstaplers
  • Eugene Bradley Clark

    Eugene Bradley Clark

    Erfinder des Gabelstaplers
  • Eugene Bradley Clark

    Eugene Bradley Clark

    Erfinder des Gabelstaplers

Eugene Bradley Clark: Erfinder des Gabelstaplers

Eugene Bradley Clark (*1873 †1942) ist der Erfinder des Gabelstaplers. Den Urvater der heutigen Frontstapler stellte Clark 1917 in den Vereinigten Staaten von Amerika vor. Für diese aus der täglichen Logistikpraxis kaum wegzudenkende Innovation wurde er 2007 in die Logistics Hall of Fame aufgenommen.

Bereich Intralogistik
Geboren 1873, Columbia, USA
Verstorben 1942, Chicago, USA
Aufnahme in die Logistics Hall of Fame 2007

 

  • Vita

    1873 wird Clark als Sohn von Ezra W. und Sylvia C. Clark in Columbia, USA, geboren und wächst auf einer Farm in der Nähe von Washington D.C. auf

    1894 Abschluss als Maschinenbauer an der Cornell Universität in Ithaca, New York

    1904 lebt er mit seiner ersten Ehefrau Laura als Angestellter bei Illinois Steel Works in Chicago, Illinois/USA

    1904 Einstieg bei der Bohrerfabrik George R. Rich Manufacturing Company als Berater, danach als Manager und Teilhaber

    1909 auf der Suche nach neuen Absatzmärkten reist Clark erstmals nach Europa

    1916 fusioniert Clark die Celfor Tool Company mit der Buchanan Electric Steel Company zur Clark Equipment Company, deren Vorstand Clark wird

    1917 Entwicklung des „Tructractor“, der Vorläufer des heutigen Gabelstaplers

    1928 bringt Clark sein Unternehmen an die Börse und überlebt mit dem frischen Kapital die Weltwirtschaftskrise

    1942 stirbt Eugene Bradley Clark im Alter von 69 Jahren in Chicago an einer Lungenentzündung

    2007 Aufnahme in die Logistics Hall of Fame

  • Portrait

    Die Geschichte Eugene Bradley Clarks ist die typische amerikanische vom-Tellerwäscher-zum-Millionär-Karriere. 1904 steigt er durch einen cleveren Schachzug vom Angestellten zum Anteilseigner seines späteren Unternehmens auf, der ersten Säule der späteren Clark Equipment Company, in der 1917 der Vorläufer des Gabelstaplers entsteht. Die Firma heißt noch George R. Rich Manufacturing Company und ist eine Tochter der Illinois Steel Company, für die Clark als Maschinenbauingenieur arbeitet. George R. Rich in Buchanan fertigt Bohrer für den Bau von Eisenbahnstrecken, doch das Geschäft kommt zu Beginn nicht so recht in Schwung. Ein Retter muss her und das Management der Illinois Steel Company wählt Clark aus. Er gilt als unabhängiger und kreativer Geist. Clark erkennt, dass sowohl die Bohrer als auch das Management bei George R. Rich nicht viel taugen. Ein derartiges Urteil finden seine Bosse zwar anmaßend und überheblich, aber in ihrer Not bitten sie Clark, einen Sanierungsplan auszuarbeiten. Der frisch verheiratete 33-jährige Ingenieur entgegnet: „Die Probleme lassen sich nicht mit einer oberflächlichen Analyse beheben. “ Sein Gegenvorschlag: "Ich gehe nach Buchanan, führe fortan das Unternehmen und sie machen mich zum gleichberechtigten Partner." Ein Jahr später zahlt George R. Rich seine Rechnungen wieder pünktlich und wird in Celfor Tool Company umbenannt. Das Unternehmen ist die erste Säule der späteren Clark Equipment Company.

    Die zweite Säule bildet die von Clark selbst gegründete Gießerei Buchanan Electric Steel Company. Dort wird er später seine Gabelstapler selbst einsetzen, was ihm einen echten Wettbewerbsvorteil verschafft.

    Clark hat zwar mit Logistik nicht viel am Hut, doch in seinen Fabriken fertigt er Bohrer für die Eisenbahn- sowie Stahlfelgen und Achsen für die noch junge Automobilindustrie. Die Arbeiter brauchen in jenen Tagen etwas, mit dem sie Sand und schwere Gussrohlinge zwischen den Werkshallen hin und her transportieren können. So bauen Clark und seine Mitarbeiter ein krudes dreirädriges, benzinbetriebenes Fahrzeug mit einem Ladebehälter für knapp zwei Tonnen Last an der Vorderseite zusammen: Wer nach links will, muss paradoxerweise nach rechts lenken und umgekehrt. Wer schnell stehen bleiben will, muss irgendwo dagegen fahren – Bremsen sind überflüssiger Schnickschnack. 

    Der erste Vorfahre des Frontstaplers ist einfach, aber er erfüllt seinen Zweck.Kurz nach seiner Erfindung entdeckt die US-Army im ersten Weltkrieg das Gerät und nutzt es für Umschlagarbeiten in Munitionsdepots. Das Fahrzeug bekommt Bremsen, eine verbesserte Lenkung und den Namen „Tructractor“. 1919 verkauft Clark 75 Stück seines Gefährts. Eine Dekade später stehen der Tructractor und seine Nachfolger bereits für 16 Prozent des Umsatzes. „Ich glaube, das Tructractor-Geschäft ist die vielversprechendste unserer verschiedenen Aktivitäten“, hatte Clark in den 20er-Jahren einmal gesagt. Er sollte recht behalten.

  • Verdienste

    • Clark stieg 1904 als Berater in die noch junge George R. Rich Manufacturing Company, eine Ausgründung von Managern der Illinois Steel Company, ein. Clark, Maschinenbauingenieur und Experte für Metallurgie bei der Illinois Steel Company machte das Unternehmen profitabel und wird gleichberechtigter Partner. Die Firma wurde in Celfor Tool Company umbenannt.
    • 1910 gründete Clark die Electric Steel Company, die Guss mittels elektrischer Öfen sowie Felgen und LKW-Achsen für die noch junge Automobilindustrie herstellte. 1916 fusionierte er die beiden Unternehmen Celfor Tool Company und Electric Steel Company zur Clark Equipment Company.
    • Wenig später, im Jahr 1917, bauten Clark und seine Mitarbeiter ein einfaches dreirädriges benzinbetriebenes Fahrzeug mit einem Ladebehälter für knapp zwei Tonnen Last an der Vorderseite zusammen.
    • Kurz nach seiner Erfindung entdeckte die US-Army im ersten Weltkrieg das Gerät und nutzte es für Umschlagarbeiten in Munitionsdepots. Das Fahrzeug bekam Bremsen, eine verbesserte Lenkung und den Namen „Tructractor“. 1919 verkaufte Clark 75 Stück.
    • Dem Tructractor folgte 1922 der „Truclift“, der erste Plattform-Hubwagen mit einer hydraulischen Hebevorrichtung und einer Tragfähigkeit zwischen 1820 und 4545 Kilogramm.
    • 1923 stellte Clark mit dem benzinbetriebenen „Duat“ einen dreirädrigen Schlepper vor. Der Name ergab sich aus dem Wortspiel „do this, do that“. Ein Jahr später war für den Schlepper eine mechanisch angetriebene Hebevorrichtung für Lasten bis 455 Kilogramm als Anbaugerät erhältlich. Der erste benzinbetriebene Frontstapler war geboren. Die Gegengewichte nannte Clark damals „Augmenters“.
    • Abgeleitet vom Truclift feierte 1928 der „Tructier“ sein Debüt. Er war der erste benzinbetriebene Frontstapler mit hydraulischer Hebevorrichtung und schaffte Lasten von 1820 bis 2730 Kilogramm.
    • Als 1930 die Anbieter von Materialflusslösungen einen ersten Boom erlebten, erfand Clark den TwinVeyor, ein tragbares, elektrisch angetriebenes Fördergerät aus zwei flexiblen sich drehenden Spiralen. Mit ihm ließen sich beispielsweise Säcke aus einer Lagerhalle zum LKW transportieren.
    • Das Unternehmen gehört heute zu den großen Staplerherstellern der Welt.

Fotos: Clark

Unterstützerkreis

  • Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
  • Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung
  • Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik
  • Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik
  • Bundesvereinigung Logistik
  • BUSINESS+LOGISTIC
  • Deutscher Speditions- und Logistikverband
  • Deutsches Verkehrsforum
  • DVV Media Group
  • Gebrüder Weiss
  • Hafen Duisburg AG
  • International Road Transport Union
  • Internationale Föderation der Spediteur­organisationen
  • KRAVAG Versicherungen
  • Lebensmittel Zeitung
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