Olaf Schabirosky

  • Olaf Schabiroksy - Logistics Leader of the Year 2020

    Olaf Schabiroksy - Logistics Leader of the Year 2020

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    Olaf Schabiroksy - Logistics Leader of the Year 2020

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    Olaf Schabiroksy - Logistics Leader of the Year 2020

Olaf Schabirosky: TRATON Logistics Leader of the Year 2020

Als CEO von Hermes Germany treibt Olaf Schabirosky (*1968) seit seinem Amtsantritt maßgeblich die Modernisierung, den Ausbau der Infrastruktur und die Digitalisierung voran. Davon profitierte das Unternehmen auch während der Lockdown-Phase. Im Gegensatz zu Wettbewerbern konnte Hermes trotz eines Volumenanstiegs von rund 40 Prozent im Frühjahr mehr als 90 Prozent aller Sendungen am nächsten Tag zustellen. Und dank der Digitalisierungsoffensive konnte eine Task Force binnen 48 Stunden eine digitale Lösung zur kontaktlosen Zustellung erarbeiten und umsetzen. Nicht zuletzt aufgrund seines intelligenten Change Managements und der von ihm vorgelebten Unternehmenskultur konnte die Hermes-Gruppe ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2019/2020 um 9,0 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro steigern.

Bereich KEP
Land Deutschland
Aktuelle Position CEO Hermes Germany
Geboren 22.3.1968 in Hamburg, Deutschland

 

  • Verdienste

    • Olaf Schabirosky hat beim Logistikdienstleister Hermes seit 2014 erfolgreich Karriere gemacht. Vor rund sechs Jahren kam der gebürtige Hamburger als Geschäftsführer zur Hermes Logistik-Gruppe Deutschland beziehungsweise Hermes Transport Logistics. 2016 wurde er zum Chief Digital Officer ernannt, zwei Jahre später zum Deutschland-Chef von Hermes.
    • Durchdachtes Change Management – diese Worte hat sich Schabirosky auf die Fahne geschrieben. Und vieles ist ihm bisher gelungen. Dazu gehört auch, dass er insbesondere in Veränderungsprozessen auf eine klare, transparente Kommunikation setzt – ohne emotionale Ausbrüche.
    • Contenance gepaart mit schnellem Change Management – das war auch ein Erfolgsrezept, warum Hermes bisher gut durch die Coronakrise gekommen ist. Dem internen Krisenstab, der unmittelbar nach dem Lockdown Mitte März gebildet wurde, bereiteten die äußeren Umstände zwar ein paar schlaflose Nächte. Aber die Führungskräfte lamentierten nicht lange, sondern setzten eine Maßnahme nach der anderen um – und das in Rekordgeschwindigkeit. 
    • Dass sich Händler und Endkunden auch während des Lockdowns uneingeschränkt auf Hermes verlassen konnten, liegt unter anderem daran, dass Hermes schon vor Jahren damit begonnen hat, die Infrastruktur und die letzte Meile auszubauen und die Digitalisierung voranzutreiben. Dabei wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt. Dreistellige Millionenbeträge flossen in den Ausbau des Depot- und Sortiernetzwerks. Die gleiche Summe pumpte das Management in den Bereich Last Mile. Stickworte sind: der Ausbau des Paketshopnetzes, E-Mobilität, der Einsatz von Cargobikes, der Aufbau von Lockersystemen und die Anschaffung von 18.000 modernen Handhelds. 
    • Letzteres schob Schabirosky an, damals noch in seiner Funktion als Digitalisierungschef. Die 18.000 neuen Scanner spielten auch eine Schlüsselrolle zu Beginn der Coronakrise. Denn binnen 48 Stunden entwickelte eine Task Force nicht nur eine Strategie zur kontaktlosen Zustellung. Sie setzte sie auch in dieser Zeitspanne um. Der Clou dabei: Hermes verzichtete nicht auf die Unterschrift des Paketempfängers, sondern entwickelte einen digital gestützten Unterschriftenprozess via Fotonachweis, der gleichzeitig einen direkten Kontakt zum Zusteller und dem Scanner vermeidet. In der Praxis heißt das: Kunden quittieren den Erhalt der Sendung statt auf dem Handheld direkt auf dem Paketlabel. Der Zusteller fotografiert es anschließend. Technisch möglich wurde der Prozess, da alle Scanner mit einer Kamera ausgestattet sind. Die Task Force schaffte es, die auf den Geräten installierte Zustellungs-App um eine Fotoverarbeitungsfunktion zu erweitern. 
    • Die kontaktlose Zustellung war nur eine von vielen Maßnahmen, die verhinderten, dass das Virus das Hermes-System lahmlegte. Weil der Bereich Operations schon seit einigen Jahren neu ausgerichtet wird, ging das Netzwerk zu keiner Zeit in die Knie. Im Gegenteil: Selbst in der Lockdown-Phase überzeugte die Zustellqualität: Mehr als 90 Prozent aller Sendungen wurden am nächsten Tag geliefert. Nahezu jedes Paket konnte im ersten Versuch erfolgreich zugestellt werden. Dabei waren die Herausforderungen enorm. 
    • Rückblick: Ab Mitte April waren die KEP-Dienste in Weihnachtsmodus, aber ohne Planungsphase. Von heute auf morgen wuchs der Paketberg, weil große Teile des stationären Handels die Läden schließen mussten – und die Verbraucher vom Sofa aus im Internet ihre Waren bestellten. Binnen sechs Wochen nach Beginn des Lockdowns verzeichnete das Unternehmen einen Volumenanstieg von mehr als 40 Prozent. Auch Wettbewerber hatten deutlich mehr zu tun. Im Nachhinein ist Schabirosky stolz auf die rund 5.000 Mitarbeiter, weil sie in der schwierigen Phase dem Vertrauen der Auftraggeber und Privatkunden gerecht geworden sind.
    • Dass das Netzwerk robust genug war und das Unternehmen agil blieb, hatte mehrere Gründe. Zum einen der bereits erfolgte Ausbau der logistischen Infrastruktur. Zum anderen die Erweiterung des Paketshop-Angebots. Selbst in der Hochphase der Beschränkungen durften 80 Prozent der 16.000 Paketshops geöffnet bleiben. Warum? Der Großteil der Shop ist in Einrichtungen und Geschäfte für die Grundversorgung der Bevölkerung integriert. 
    • Dazu kam: Unmittelbar nach dem Lockdown reagierte das Management um Schabirosky mit einer Reihe von ad hoc-Aktionen. Die Kapazitäten wurden hochgefahren, zusätzliche Zustelltouren – bis zu 1.200 – aufgebaut. Binnen kurzer Zeit stockte das Unternehmen auch das Personal an den Logistikstandorten auf – über Aushilfen und Zeitarbeitsverträge. Nur sehr wenige infizierten sich mit Covid-19. Schabirosky zufolge ist das unter anderem darauf zurückzuführen, dass die behördlichen Vorgaben in Sachen Abstand, Hygiene und Rückverfolgung umgehend umgesetzt wurden. 
    • Kurzfristige Maßnahmen gegen die Pandemie, langfristige Investitionen in das Netz und die letzte Meile: Manager Schabirosky hat im Blick, wie viel das kostet – und welche Bedeutung das für den Unternehmensgewinn hat. Im Geschäftsjahr 2019/2020 steigerte die Hermes-Gruppe in Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich zwar ihren Gesamtumsatz um 9,0 Prozent auf fast 3,5 Milliarden Umsatz. Doch im Vergleich zu Großbritannien ist das Geschäft in Deutschland nicht profitabel. 
    • Wer Kritik an den Investments übt, dem nimmt Schabirosky den Wind aus den Segeln: In Summe ist das Unternehmen laut dem 52-jährigen Manager in allen drei Ländern auf Wachstumskurs. Zudem befindet sich Hermes in den drei Märkten in unterschiedlichen Phasen und findet auch unterschiedliche Voraussetzungen vor. Selbstverständlich drücken die hohen Investments laut dem Hanseaten in Deutschland kurzfristig auf den Gewinn. Aber sie legen neben einem konsequenten Kostenmanagement die Basis dafür, dass Hermes die Position als Nummer zwei im deutschen Markt weiter ausbauen kann.
    • Rückenwind für seine Strategie hat der CEO vor Kurzem vom Investor Advent erhalten. Mitte August wurde bekannt, dass das Unternehmen bei Hermes mit 75 Prozent im Vereinigten Königreich und mit 25 Prozent in Deutschland einsteigt.  Das Ergebnis bewertet Schabirosky positiv: 
    • Geld von Advent soll unter anderem nicht nur in den Ausbau der Depots und neue Sortiertechnologie fließen, sondern auch in alternative Zustelloptionen. Schabirosky will Hermes als Innovationsführer im Bereich digitale Services und Kundenkommunikation etablieren.

     

  • Vita

    • 1968 Olaf Schabiroksy wurde am 22. März in Hamburg geboren.
    • 1989 Studium Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Harburg, der Fachhochschule und der Universität Hamburg
    • 1994 Karrierebeginn als Berater in der internen Unternehmensberatung der Otto Group.
    • 1999 Ernennung zum Managing Director bei OTTO Doosan in Südkorea.
    • 2004 Durchführung internationaler, strategische Projekte u.a. in China, Japan und Brasilien.
    • 2008 Gründung des Joint-Venture Unternehmens Blue Yonder, das auf AI-basierte Predictive Analytics spezialisiert ist.
    • 2011 Top-Management-Funktionen in der OTTO Group bei firmenübergreifenden Projekten.
    • 2014 Managing Director in der Hermes Logistik Gruppe Deutschland sowie der Hermes Transport Logistics.
    • 2016 Ernennung zum Chief Digital Officer der Hermes Germany; Schwerpunktthemen waren die Digitalisierung der letzen Meile und die Kundenkommunikation.
    • 2018 Berufung zum CEO von Hermes Germany.
    • 2020 Auszeichnung mit dem Award TRATON Logistics Leader of the Year 2020.

 

Fotos: LHOF/Hendrik Lüders

Unterstützerkreis

  • ADAC Truckservice
  • Arbeitsgemeinschaft Logistik-Initiativen Deutschlands
  • BLG LOGISTICS
  • Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
  • Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung
  • Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik
  • Bundesverband Paket und Expresslogistik e. V. (BIEK)
  • Bundesverband Spedition und Logistik e. V. (DSLV)
  • Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik
  • Bundesvereinigung Logistik
  • BUSINESS+LOGISTIC
  • CHEP
  • Deutsches Verkehrsforum
  • European Pallet Association e.V. (EPAL)
  • Förderverein Logistics Alliance Germany
  • GARBE Industrial Real Estate
  • Gebr. Heinemann SE & Co. KG
  • Gebrüder Weiss
  • Group7
  • Hafen Duisburg AG
  • Humbaur
  • impact media projects
  • International Road Transport Union
  • Internationale Föderation der Spediteur­organisationen
  • Kögel Trailer
  • KRAVAG-LOGISTIC
  • Lebensmittel Zeitung
  • LOGISTIK-Kurier
  • Logistische Informationssysteme AG
  • LT-manager
  • LTG Landauer Transport- gesellschaft Doll
  • PANATTONI
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  • Verband der Automobilindustrie